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35 Schüler*innen der 7 A, 7 BC und der 8 A besuchten am Abend des 24. Jänner 2019 mit Herrn Prof. Reiter das De-France-Kino, um sich den Film „Capernaum“ anzusehen.

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Das schrieben einige Jugendliche über den Film:

Liebe Mitschüler und Mitschülerinnen,

wir haben alle im Lotto gewonnen! Wir haben ein Dach über dem Kopf, eine warme Mahlzeit am Tisch und eine Familie, die sich um uns kümmert. Der Hauptgewinn ist: Wir wurden in Europa geboren, in unserer hohen Burg, wo wir fast unerreichbar scheinen. Währenddessen wüten anderswo Armut und Elend.

Armut und Elend? Was heißt das eigentlich?

Die meisten von uns werfen zwar mit diesen Worten um sich, haben jedoch nicht den leisesten Schimmer, wie sie sich anfühlen. Diese Ahnungslosigkeit gehört zu unserem Gewinn dazu.

Ich habe vor einer Woche den Film „Capernaum“ gesehen. Er handelt von einem Jungen im Libanon, der unter unmenschlichen Bedingungen lebt. Nach all dem Elend, das ihm widerfährt, beschließt er seine Eltern anzuklagen, da sie ihn auf die Welt gebracht haben. Was muss jemand erlebt haben, um so etwas zu machen? Ich glaube nicht, dass wir, denen es im Vergleich so gut geht, das nachvollziehen können.

Der Film ist aber eine gute Möglichkeit, vielleicht eine kleine Idee von dem Leben der Menschen in solcher Armut zu bekommen. Es ist unsere Verantwortung, nein: unsere Pflicht, hier nicht weg zu sehen.

Schaut um euch! All der Luxus. All der Glamour. Vieles davon hätten wir ohne die Ausbeutung anderer Menschen nicht. Menschen, die keinen Fehler gemacht haben. Menschen, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort geboren wurden.

Deshalb meine dringende Empfehlung: Seht euch diesen Film an!

Matthias Rudas, 7 BC

Nach dem Ende des Films war ich so berührt, wütend und schockiert wie schon lange nicht mehr. Ich empfehle jedem diesen Film anzusehen, da man dann bemerkt, wie viel Glück man hatte, dass man z.B. in Österreich geboren wurde.

Kevin, 7 BC

Ich muss gestehen, dass ich noch nie zuvor von einem Film derart berührt worden war als von Capernaum. Irgendwie hatte ich das große Verlangen, dem Jungen Zain zu helfen.

Jan, 7 BC

Es ist uns wahrscheinlich bewusst, dass die meisten Filme uns nur flüchtige Blicke in die Realität vermitteln. Deshalb zweifeln auch viele Filmkritiker daran, ob man die Wahrheit einem Film entnehmen kann. Beim Film „Capernaum“ verhält es sich jedoch meiner Meinung nach anders: Der Regisseurin gelingt es, diesen Spielfilm als aufrüttelndes, authentisches Werk zu gestalten.

Jubran, 8 A

Capernaum ist ein Film, der aufrüttelt und schockiert, der die Grausamkeit von Armut ausleuchtet und ohne Belehrungen auskommt.

Nura, 8 A

Das Schauspiel des sehr jungen Hauptdarstellers ist derart überzeugend, dass es einen hilflos mitfühlen lässt.

Oskar, 8 A

Der Film führt einem als Mensch der westlichen Wohlstands-Welt, der seine Privilegien als Selbstverständlichkeit ansieht, die aktuelle Lage so vieler anderer Menschen vor Augen, die mit ihrem Geburtsort weniger Glück hatten.

Klara, 8 A

Diese Berg- und Talfahrt von Emotionen beim Publikum wird auf formaler Ebene durch eine atemberaubende Inszenierung, eine lebhafte Kameraführung sowie einen brillanten Rhythmus und Schnitt erreicht.

Laura, 8 A