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Feministinnen sind aggressive Männerhasserinnen mit kurz geschorenen Haaren, deren Ziel es ist, sich zu rächen und die Männer zu unterdrücken. So wird der Feminismus vom Großteil der Gesellschaft leider noch immer interpretiert. Doch es steckt viel mehr dahinter. Als Feminist_innen bezeichnen sich Frauen und Männer – jawohl auch Männer können Feministen sein –, die sich für die Gleichberechtigung beider Geschlechter einsetzen.

Denn es ist traurigerweise immer noch ein großes Thema, dass Frauen und Mädchen nicht die gleichen Chancen auf Beruf, Bildung und Karriere haben wie Männer. Das variiert natürlich von Land zu Land, aber es gibt noch in keinem Land die komplette Gleichberechtigung. Genauso kämpfen Feminist_innen für das gleiche Ansehen von Frau und Mann in der Gesellschaft.

Der internationale Frauentag wird jedes Jahr am 8. März gefeiert. Neben der Gleichberechtigung im Job geht es vor allem auch um das Wahlrecht der Frau, die freie Meinungsäußerung, Selbstbestimmung und die Wertschätzung der Frau. In Österreich setzte sich das Wahlrecht im frühen 20. Jahrhundert durch, in der Schweiz darf die Hälfte der Bevölkerung, die eine Vagina hat, jedoch erst seit 1991 wählen.

Die heutigen Bräuche der Wertschätzung am internationalen Frauentag gehen von verteilten Blumen bis zu -20% im Supermarkt (was jedoch leicht irreführend ist, da die Frauen ja dafür kämpfen, nicht nur als Hausfrau und Muttertier wahrgenommen zu werden), doch es gibt immer wieder Bestrebungen, den Frauentag zu boykottieren. Manche meinen, man müsste den ganzen Tag demonstrieren. Alice Schwarzer zum Beispiel ist der Ansicht, dass, wenn die Frauen mal einen Tag ihre ganze Arbeit hinschmeißen würden, die Welt sofort untergehen würde.

Die Frage, die sich nun auftut, ist, warum es keinen Männertag gibt. Die einfachste Antwort auf einen Einwurf wie diesen wäre, dass sowieso jeder Tag ein Männertag ist. Doch das ist falsch, denn auch viele Männer leiden unter den Stereotypen unserer Gesellschaft. Wie Hildegard Knef sagt „Es ist eine Schwäche der Männer, Frauen gegenüber stark erscheinen zu wollen“. Das „starke“ Geschlecht kann jederzeit selbst einen Männertag einberufen, doch es fühlt sich keiner zuständig. Organisation ist ja Frauensache. Deshalb lässt man den Männerhasserinnen einmal im Jahr ihren Frauentag.