Liebe engagierte Facebook-Community,

als erstes möchte ich Ihnen und euch danken. Nach langen Jahren unbemerkt an der Rahlgasse hat ein einzelnes Bild endlich die Welt auf unser Schicksal aufmerksam gemacht. Unser Hilfeschrei in Form einer Regenbogenfahne wurde endlich erhört.
Wie sich viele von euch sorgten, ist unsere Schule weniger ein Bildungsgebäude und mehr eine Gehirnwäscheanstalt. Mathe und Französisch stehen zwar am Stundenplan, aber was wirklich in den Klassenräumen passiert, ist eine andere Geschichte. Nehmen wir zum Beispiel Deutsch. Neben Goethe und Kafka nehmen unsere Lehrer und Lehrerinnen sich die Zeit, uns zu erklären, warum Worte wie Transe und Zwitter in einer zivilisierten Diskussion oder Unterhaltung nichts verloren haben. Wo bleibt da die Ausdrucksfreiheit?
Einige von euch haben auch ihre Sorgen bezüglich unserer zukünftigen Arbeitssituation geäußert, und nochmal, vielen Dank. Dass das Gendern unsere AHS-Bildung ruiniert, ist ja wohl klar und muss nicht erklärt werden. Das Binnen-I zerstört unsere Chancen am Arbeitsmarkt und wird uns in die Arme des AMS treiben.
Bevor das passiert, bin ich erleichtert, dass es noch Menschen wie euch gibt, die durch ein einzelnes Foto die Wahrheit erkennen können.

Lena, 8b (als Reaktion auf die vielen negativen Facebook-Kommentare, die der Besuch der Bildungsministerin bzw. insbesondere ein Foto unter der Regenbogenfahne ausgelöst hat; siehe auch: https://www.facebook.com/HeinischHosek/photos/pb.122108934148.-2207520000.1453402516./10153229233744149/?type=3&theater)