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Am 23. Juni fand im Dschungel Wien die von der AHS Rahlgasse organisierte Podiumsdiskussion „Vielfalt gewinnt!? Schule@Diversität“ statt. Dabei ging es u.a. um die gesellschaftliche Ressource von Vielfalt an Schulen, um die Frage, wie unser aktuelles Schulsystem mit einer zunehmend heterogenen Schüler_innenschaft umgeht und welche Forderungen diesbezüglich offen bleiben. So wurde besprochen, welche didaktischen und pädagogischen Konzepte sich anbieten, um sich Diversität(en) sensibel zu nähern, ohne in essentialistische respektive stereotype Handlungs- und Erklärungsweisen zu verfallen.

Des Weiteren wurde über die Wichtigkeit von Schulschwerpunkten wie Gender und Soziales im Sinne eines friedlichen Miteinanders diskutiert. Kritische Erwähnung fand in dem Zusammenhang die aktuelle Lehrer_innenausbildung, welche die Anforderungen, adäquat mit allen Formen von Vielfalt (gesellschaftliche, kulturelle, sexuelle, religiöse u.v.m.) umzugehen, in ihren Curricula nur unzureichend abbildet.

Ein ebenso großer Kritikpunkt betraf die Tatsache, dass das österreichische Schulsystem nach wie vor monolingual ausgerichtet sei und an vielen Schulen tendenziell ein Deutschzentrismus zu beobachten wäre. Weniger prestigeträchtige Sprachen, auch wenn sie eine große Sprecher_innengruppe aufweisen, spielten auf institutioneller Ebene eine zu geringe bis gar keine Rolle.

Podiumsgäste waren: Anna Babka (Institut für Germanistik, Uni Wien), Meri Disoski (Verein Wirtschaft für Integration), Edeltraud Hanappi-Egger (design. Rektorin, WU Wien), Norbert Pauser (Pauser Diversity & Inclusion Consulting), Ilse Rollett (AHS Rahlgasse) und Markus Rumelhart (Bezirksvorsteher Mariahilf).

Julia Malle

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