Schlagwörter

, , , , , , ,

… im Mehrzweckraum der AHS Rahlgasse

IMG_6992

Vor etwa zwei Wochen hatten wir die Gelegenheit, den Geschichten von Derwisch, dem Erzähler, zu lauschen. Das Erzählen als die Urform des Theaters ließ sogar den Mehrzweckraum in neuem Glanz erstrahlen. So kamen wir in den Genuss von wunderbaren „Storys“ aus einer „anderen“ Kultur, wie etwa jener von Onkel Tanius, dem begnadeten und einfühlsamen Geschichtenerzähler aus dem sogenannten „Orient“. Wir erlebten ein Erzählen über das Erzählen in seiner Urform – der Mündlichkeit.

Besonders gefiel uns auch das Eingehen auf die kulturelle Vielfalt unserer SchülerInnen. Nach einer Stunde mit dem „Derwisch“ hatte man jedenfalls das Gefühl, dass die Welt ein kleines Stückchen geheimnisvoller geworden war und dass es nicht Onkel Tanius, sondern der Derwisch ist, der mit seinen Geschichten buchstäblich verzaubert.

Hinter Derwisch verbirgt sich übrigens Aret Aleksanyan, der ein Erzähltheater auf die Bühne bringt, wie man es heute nicht mehr so oft erleben kann. Geboren als Sohn armenischer Eltern, zog Aret Aleksanyan 1974 von Istanbul nach Wien, um am Max Reinhardt Seminar Regie zu studieren. Seit 1992 leitet er das Interkulttheater, welches sich als Begegnungsort verschiedener Kulturen versteht. Und so sind auch seine Geschichten zu verstehen – als Beitrag zum interkulturellen Dialog und zur Vielfalt.

Julia Malle