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Twitter bzw. sogenannte Tweets, kurze Textnachrichten, die nicht länger als 140 Zeichen sind, dürften mittlerweile bekannt sein. Gezwitschert wird aber nicht nur über das aktuelle Weltgeschehen, sondern es entstehen immer öfters Kürzestgeschichten. Florian Meimbergs „tiny tales“ folgen an die 18.000 LeserInnen via Internet. https://twitter.com/tiny_tales Es wird bereits diskutiert, ob Twitteratur als eigenes literarisches Genre gewertet werden kann.

Die 5bc hat versucht, auf 140 Zeichen (inklusive Leerzeichen) kleine Stories zu twittern und einen Twitteratur-Wettbewerb veranstaltet.

Hier der Gewinner-Tweet mit dem Titel „#Tomate“ von Simon Grill:

Ein lauter Knall durchbrach die Stille der Nacht, die Kugel durchschlug zerfetzend den Körper. Roter Tod. Die Tomate war besiegt. #Tomate (Simon)

Aber auch alle weiteren Tweets seien an dieser Stelle erwähnt:

Mir war gar nicht klar, dass ich ihn überhaupt liebte, als ich das Küchenmesser schließlich wieder aus seiner Brust zog. # Küchenmesser (Leah)

Das Licht blendete ihn, aber es war nicht der Tod, wie er hoffte, sondern die Rettung. # Rettung (Mal)

Er lag friedlich in der hölzernen Kiste und ein Bluterguss zierte seinen Nacken. Gestern lachten wir noch. Heute weinte ich um den Jungen. # Bluterguss (Jaqui)

Die Kuh macht „Muh!“, der Metzger „Buh! Ab ins Ragout!“ Der Metzger sagt, die Kuh versagt. # Kuh (Simon & Mal)

Die Dunkelheit umgibt mich. Sie hüllt mich ein wie die schwärzeste Nacht. Da! Ein Licht! Sie sind für mich da und ich bin nicht mehr allein. # Licht (Melissa)

Er rennt durch die Straßen bei Nacht und versucht zu entkommen. Die belebte Straße ist ganz nah, aber sein Verfolger auch. # Straße (Johanna)

„Auch Kartoffeln haben Gefühle, mein Freund!“ Dann biss er hinein. # Kartoffeln (Simon)

Er drückte mir den letzten Kuss auf die Wange, bevor er sich umdrehte, in den Zug stieg und in den bitteren Krieg fuhr. # Krieg (Yolanda)

Es regnete. Sie rannte. Alles verschwamm vor ihren Augen. Nichts war mehr wie früher. Plötzlich wurde es ihr klar, sie brauchte eine Brille. # Brille (Paul)

Ein schöner Tag. Anna macht sich schick und geht raus. Sie kauft sich ein Eis und geht nach Haus. # Eis (Lejla)

Sie folgte dem mysteriösen Mann. Fing an zu rennen, packte ihn, sah ihm ins Gesicht. Sie sah keinen Mann mehr, sondern ihr eigenes Gesicht. # Gesicht (Valerie)

Die Tropfen prasselten auf das Dach. Ich freute mich, denn nun weinte der Regen mit mir und für mich. # Regen (Julie)

Es war dunkel. Doch plötzlich kam er und erhellte meine Welt. # erhellte Welt (Leonie)

Hier sitz ich und schau dich an, weil ich nichts anderes kann. Ich will es und immer noch muss ich warten. Ich muss es ertragen. Scheiß Computer! Lade! # Computer (Arthur)

Wir gehen über den roten Teppich. Er beugt sich zu mir hinunter und will mich küssen, plötzlich ist er weg, ich wache auf. Es war alles nur ein Traum. # Traum (Laura)

Er dachte, es wäre ein Monster in seinem Schrank, doch es war nur seine Angst im Schrank, der er sich stellte. # Monster (Oli)

Das Licht strahlte hell. Doch plötzlich war es dunkel und mein Augenlicht war für immer verschwunden. # Augenlicht (Lara)

Der Hund rennt leise durch die Gassen. Er hört einen Schrei und macht sich auf den Weg seine Stadt zu retten. # Wuff (Lisa)

Du zogst zwei Hauben übereinander. Die anderen lachten über dich, doch dir war das egal. So wurden wir Freunde. # Freunde (Lili)